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Wintermantel nähen – Sew Along

In 4 Wochen gemeinsam Schritt für Schritt zum Ziel!

Gemeinsam näht es sich leichter! In 4 Wochen Schritt für Schritt zum selbstgenähten Wintermantel. Auf Instagram kannst du in den nächsten Wochen gemeinsam mit mir einen Wintermantel nähen. Dafür habe ich eine neue Kategorie auf meinem Instagramprofil ins Leben gerufen. Unter der Rubrik “how to…” zeige ich dir in Zukunft immer wieder Tipps und Tricks zu einem bestimmten Thema oder plane einen gemeinsamen Sew Along.

Alle Infos zur Planung von Schnittmuster, Material und zum Zuschnitt findest du bereits auf dem Blog. Hier gibts weitere Tipps und Tricks, die dir beim Wintermantel nähen helfen werden!

Wintermantel nähen – Schnittmuster

Wintermantel nähen – Stoffe

Wintermantel nähen – Zuschneiden

Tipps und Tricks zum Wintermantel nähen

Zwischenstand meines Projekts – Mantel Marie von Claire Massieu

Auf Instagram zeige ich dir in einem ausführlichen Video, wie ich meinen Mantel Marie nähe. Das Video ist auf die wesentlichen Inhalte reduziert, ich zeige dir all meine Tipps und Kniffe in Bezug auf mein gewähltes Schnittmuster des Mantel Marie. Das Schnittmuster wurde mir von Claire Massieu kostenlos zur Verfügung gestellt. Und ich bin sehr begeistert von dem Schnittmuster! Alle Knipse passen perfekt aufeinander. Nach der ersten Anprobe des Außenmantels finde ich die Passform auch schonmal sehr gut (zumindst soweit ich das jetzt schon beurteilen kann). Die Nähanleitung ist ausführlich und super erklärt. Besonders gut finde ich, dass in der Anleitung auch immer wieder Anregungen zum Innehalten und Durchatmen eingebaut sind. Das darf man nämlich bei einem großen Projekt auch nicht vergessen!

Vorbereitungen zum Nähen

Nähanleitung

Lies dir im Vorfeld die Nähanleitung deines Schnittmusters einmal komplett durch. Bei größeren Projekten bekommst du so eine gute Vorstellung, wie Schritt für Schritt das Kleidungsstück entsteht. Falls Fragen auftauchen hast du auch die Möglichkeit Hilfe zu suchen. Hier empfehle ich dir beispielsweise bei Instagram unter dem Hashtag des betreffenden Schnittmusters zu suchen. Die meisten Menschen hinter den Instagramprofilen geben gerne ein Auskunft auf freundliche Anfragen! 😉 Und natürlich kannst du im Zweifel auch beim Schnittmusterhersteller rückfragen. Du findest meist im Schnittmuster eine Angabe dazu, wohin man sich bei Fragen wenden kann. Ich bin übrigens immer dafür Papier zu sparen. Allerdings habe ich mir beim Mantel Marie die Anleitung ausgedruckt. Die habe ich schneller zur Hand wenn ich etwas nachschauen will, ich kann mir Notizen machen (beispielsweise meine Einstellungen an der Nähmaschine beim Absteppen der Ziernähte) und ich kann sie auch ganz bequem abends auf der Couch lesen. Die Anleitung von Claire Massieu/Louloute enthält zudem noch viele kleine Tipps und Anregungen zum Innehalten während des Nähprozesses, das finde ich klasse. Außerdem bin ich begeistert vom Layout der Anleitung. Sie sieht gleich Platz für Notizen vor. Du kannst dir beispielsweise auch direkt notieren was du gelernt hast, welche Änderungen du vorgenommen hast und was du nicht vergessen willst!

Nähmaschinennadel

Informiere dich vor dem Nähen deines Wintermantels darüber, mit welcher Nadel du am besten deinen Stoff verarbeitest. Ich habe mich beim Organic Dry Oilskin für eine Universalnadel in der Stärle 90 entschieden. Da deine Stofflagen die du unter der Maschine hast natürlich etwas dicker sind, darf es hier auch eine etwas dickere Nadelstärke sein. Ich empfehle dir bei einem großen Projekt eine neue Nadel einzusetzen und am Ende des Projekts zu entsorgen. Manchmal bleibt man doch am Reißverschluss hängen, oder die Maschine blockiert an besonders dicken Stellen und die Nadel verbiegt sich. Eine beschädigte Nadel führt nämlich leider oft zu einem unschönen oder gar fehlerhaften Nahtbild.

Nähgarn

Qualitätsgarn von Gütermann

Ich verwende inzwischen nur noch hochwertiges Markengarn zum Nähen. Billiggarne vom Discounter fusseln oft und sind nicht so aufwendig verarbeitet und damit nicht so haltbar. Sie können leichter reißen und auch zu Fehlstichen und unsauberen Nähten beitragen. Nicht zu vergessen ist auch das Innenleben der Maschine: mehr Fusselbildung beim Nähen bedeutet natürlich auch mehr Fusseln im Inneren der Maschine, wo man oft nicht selbst dran kommt zum reinigen. Daher empfehle ich dir hochwertiges Markengarn zu vernähen. Ich mag den Allesnäher von Gütermann sehr gerne. Er wird mit der sogenannten MC Technologie hergestellt. MCT steht für Micro Core Technology. Das bedeutet, dass bei der Herstellung ein spezielles Umspinnverfahren mit Mikrofilamenten aus Polyester angewandt wird. Dadurch ist gewährleistet, dass das Garn sehr reißfest ist. Die Seele aus Filamenten (das Innenleben des Fadens) wird nicht mit einzelnen Fasern umsponnen, sondern mit ultrafeinen Endlosfäden. Die Qualität ist also wirklich super und die Garnrollen enthalten 200m. Damit kommt man schon ganz schön weit, soweit ich absehen kann, reicht für meinen Mantel Marie eine 200m Garnrolle.

Designelement – Garn in Kontrastfarbe

Natürlich ist es praktisch wenn man aus 336 Farben exakt den passenden Farbton auswählen kann. Aber für besondere Nähte darf es auch gerne ein Kontrast sein. Ich verwende als Kontrastgarn einen Fliederton. Die Kombination von Flieder und Khaki mag ich sehr gerne. Dennoch ist der Mantel in der Farbe recht zeitlos, da Flieder wirklich nur dezent als Kombination auftritt. Damit diese besonderen Stellen ein hübscher Eyecatcher werden, kannst du einen besonderen Zierstich verwenden. Zum Sichern von Kanten / Ecken eignet sich der Applikationsstich (ein spezieller Zick-zack-Stich) und zum Absteppen einer sichtbaren Naht der Dreifach-Geradstich.

Labels – Patches – Logos

Induvidualisiere dein Nähprojekt

Mittlerweile gibt es in der Nähszene eine Fülle an coolen Labels zum Auf- oder Einnähen. Falls du lieber ein individuelles Label haben möchtest, kannst du natürlich mit einem Plotter loslegen. Aber falls du keinen Plotter besitzt, habe ich einen einfachen Tipp für dich! Du kannst dir deine Labels einfach selbst gestalten und auf Kreativpapier Ausdrucken. Dazu kannst du am PC Schriftzüge entwerfen oder auch in einer Zeichenapp etwas malen. Dann kannst du einfach Kreativpapier in deinen Drucker einlegen und loslegen. Aber Achtung! Schau bitte vorab in der Bedienungsanleitung deines Druckers nach. Manche Geräte müssen anders eingestellt werden, wenn man dickeres Papier verwendet. Die selbstgedruckten Labels sind übrigens leider nicht waschfest. Bei meinen Waschtests in der Maschine ist das Label aus dem Laserdrucker schnell verblasst. Das Label, welches mit dem Tintenstrahldrucker bedruckt wurde, war kaum verblasst nach dem Waschen. Wenn du einen haltbaren Druck ohne Plotter haben möchtest, den du auch in der Waschmaschine waschen kannst, dann kannst du spezielle Transferfolien verwenden. Je nach Stoffart (hell oder dunkel) und Druckerart (Laser oder Tintenstrahl) gibt es ganz verschiedene Transferfolien. Ich selbst habe noch nicht damit gearbeitet, aber eine Followerin auf Instagram hat mir das verraten! Dieses Wissen möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten. Danke für diesen Tipp liebe Tanja (@tkp_design)! 😉

Sei stolz auf dein Nähprojekt

Kopf hoch und durchatmen

Ein komplexes Nähprojekt ist dazu da, daran zu wachsen. Ich bin ein großer Freund der etwas abgedroschenen Phrase “aus Fehlern lernt man”. In Bezug auf das Nähen kann ich das ganz klar unterschreiben! Es gibt Fehler die macht Jeder im verlauf seiner Nähkarriere. Manche Fehler passieren einmal und nie wieder, weil sie sich so eingebrannt haben. Und es gibt Fehler die passieren immer wieder… Auch fortgeschrittenen Näherinnen! Ich habe auch den Nahttrenner angesetzt, weil ich vorschnell und unbedacht eine Naht gesetzt habe, wo keine hingehört. Lass den Kopf nicht hängen. Die meisten Fehler lassen sich wieder beheben. Und sollte wirklich mal etwas nicht zu retten sein, bleibt noch die Option neu zuschneiden. Falls der Stoff nicht mehr erhältlich ist, kannst du natürlich auch tricksen und kreativ werden. Manchmal ist auch hier Instagram die Lösung… Viele kreative Köpfe haben mehr Ideen als einer – vielleicht wirst du auf eine tolle Lösungsmöglichkeit aufmerksam. Am Ende des Tages / des Nähprojektes empfehle ich dir, dich mal zurückzulehnen und nachzudenken was den alles gut geklappt hat?! Manchmal geht es nämlich im Alltag und auch neben kleinen Fehlern unter, dass man eigentlich einen großen Schritt beim aktuellen Nähprojekt geschafft hat und eine Herausforderung (z.B. das erste Einnähen eines Reißverschlusses, die erste sichtbare saubere Ziernaht, das erste Mal ohne Nahttrenner ausgekommen…) gemeistert hat!

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