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Schon lange vor meinem Blogstart habe ich Annelies Blog entdeckt und gerne gelesen. Unter von-Ahoi hat sie vor Kurzem zum 3. Nähmob aufgerufen. Thema diesmal: Ein Sommerkleid nähen und Fotos mit Sonnenbrille und Eis machen. Nummer 1 und 2 habe ich jeweils gebannt verfolgt, aber noch nicht geahnt, dass ich mal selbst dabei bin. 

Meine Teilnahme war allerdings auch erst auf den letzten Drücker… Die letzten Tage war es nämlich tatsächlich sehr schwer, die Sonne aufs Bild zu bekommen, was aber bei einer Sonnenbrille schon von Vorteil wäre…

Daher gibt es heute kunterbunte Bilder von 3 Versuchen. Nummer 1 mit Vanilleeis mit weißem Schokoüberzug, da kam leider der Regen dazwischen.

Nummer 2 war ein Selfie-Versuch mit einem äußerst delikaten Sandeis (Dazu hat mich übrigens Katharina inspiriert! 🙂 Schaut doch mal bei ihr vorbei, sie ist unter @fraupuenktchen bei Instagram zu finden. Ihren Stil finde ich echt ganz toll!). Versuch Nummer 3 hat mich dann einigermaßen zufrieden gestellt, immerhin war die Sonne da! Heute gibts es einfach mal mehr Quatsch und weniger perfekt… ;-P

Genäht habe ich das Kleid Romy aus einer La Maison Victor (LMV). Endlich habe ich mich mal an ein Schnittmuster aus einer Zeitschrift rangewagt. Nach einem totalen Flopp mit einem Schnitt aus einer Burda easy, war ich skeptisch. Aber ich habe von anderen Nähbloggerinnen so viel Gutes gehört und tolle Ergebnisse bewundern können. Eigentlich stand auch schon lange ein anderes Projekt aus einer LMV auf meiner Nähliste. Dank des Nähmobs wurde es dann aber das Kleid, das mir auch auf Anhieb gefallen hatte.

Warten auf die Sonne…
Das Oberteil muss aus Jersey sein, der Rockteil wahlweise aus Webware oder ebenfalls Jersey. Um die Passform zu testen, wollte ich nicht gleich neuen Stoff verwenden. Also habe ich mein Maxikleid zerschnitten…. Ich habe euch hier noch das ursprüngliche Kleid gezeigt. Inzwischen habe ich aber meinen Kleiderschrank ausgemistet, nichts was nicht getragen wurde durfte bleiben. Da ich das Maxikleid seit dem Fotoshooting für den Blog nicht mehr vorgeholt habe, hat es eine neue Verwendung gefunden.

Den Stoff finde ich nach wie vor traumhaft, weil er so schön weich fällt und angenehm kühl auf der Haut liegt. In meinem Fundus hatte ich farblich perfekt passenden Jersey von einem Stoffmarkt-Coupon übrig. So war die Wahl für das Oberteil schnell getroffen. 

Passende Lederkordel für die Taille kann von einem anderen Kleid gemopst werden…
Mit meinen Maßen lag ich mal wieder zwischen zwei Größen. Um auf Nummer sicher zu gehen, habe ich mich trotz des dehnbaren Stoffes für Größe 40 entschieden. Versuch macht klug, mein nächstes Nähprojekt nach einem LMV-Schnitt wird definitiv Größe 38!

Ein weeeeeeeeit schwingender Rock!
Hier habe ich dann im Nachhinein an den Seitennähten einfach gut jeweils 2 cm, nach unten hin auslaufend, weggenommen. Es hätte sogar noch etwas mehr sein dürfen. Am Rücken stand der Ausschnitt extrem weit ab. Ich vermute allerdings, dass das nicht am Schnitt, sondern an meiner Stoff- und Größenwahl lag. Der Jersey ist qualitativ nicht sehr hochwertig und verzieht sich beim Nähen leicht. In Kombination mit Größe 40 waren dann zwei Abnäher die einfachste Lösung um einen schönen Rückenausschnitt zu bekommen. An der rückwärtigen Taille und auch am vorderen Ausschnitt steht das Kleid immernoch einen Tick zu viel ab, da hatte ich dann aber keine Muse mehr, das noch anzupassen. ;-P

Der Halsausschnitt und die Armlöcher werden mit einem Paspelband versäubert. Das hat mich vor eine große Herausforderung gestellt! Paspelband ist für mich ein Stoffband in das eine Kordel eingenäht wird, entweder schon so zu kaufen, oder aber selbst herzustellen. In der Anleitung war aber eindeutig von was anderem die Rede… Ich bin einfach nicht schlau draus geworden und habe die Ausschnitte dann wie beim meinem Jumpsuit Joy verarbeitet. Das ging auch gut! 😉

Falls eine Version 2 folgt, werde ich mich vielleicht nochmal mit der Verarbeitung mit Paspelband auseinandersetzen… Ich freue mich über zahlreiche Hinweise von euch, was ich falsch verstanden habe! 😉

Weil das Oberteil so schlicht ist, habe ich es mit einem geplotteten Anker aus Snappap aufgehübscht. Das Kleid wird mein Begleiter für den Strand bei unserem Urlaub am Meer. Darf also gerne etwas maritim sein! 😉 Nachdem ich ja einige Anläufe für die Fotos gebraucht habe, kann ich auch schon ein erstes Fazit zur Alltagstauglichkeit ziehen. Die Schnittführung mag ich und bei der richtigen Größenwahl sitzt das Kleid sicher auch gut. Die Kombination aus dem leichten Batist und dem weiten Rock ist allerdings wirklich eher für den Strand mit Bikini drunter geeignet! Der Stoff ist so leicht, dass er von der kleinsten Windböe sofort hochflattert… 

Noch ein kleines Detail zum Schluss: Der Stoffbedarf hat mich erstaunt. Ich habe mein komplettes Maxikleid für den Rock benötigt. Durch die Raffung wird ganz schön viel Stoff verbraucht, dafür fällt das Kleid auch wie ich finde sehr schön.

Jetzt husche ich aber weiter zu RUMS und schaue wer alles beim Nähmob dabei ist!
Eure Julia
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Schnitt: Kleid Romy aus der La Maison Victor, Ausgabe 4 Juli/August 2016
Stoff: Batist ehemals aus lokalem Stoffgeschäft, blauer Jersey als Coupon vom Stoffmarkt, Snappap über Snaply
Verlinkt bei: RUMS, Nähmob 3

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