La Maison Victor

Die Zeitschrift La Maison Victor (LMV) trifft immer wieder genau meinen Geschmack und ist wohl meine am meisten verwendete Nähzeitschrift. Das erste Projekt nach einem LMV-Schnitt war meine Bluse Donna, dann folgte das Hippie-Kleid Romy, das Top Crystal und zuletzt den Rock Dolores, den ich gleich noch ein zweites Mal genäht habe. Dem Slogan Sew it! Make it! Love it! kann ich nur zustimmen. 🙂

Pulli Fenna als Kleid

Als ich den Pulli Fenna in der Ausgabe 01/2018 entdeckte, schwirrte er gleich in meinem Kopf herum. Da mein Kleiderschrank aber in Bezug auf Pullis/Langarmshirts im Moment gut ausgerüstet ist, kam mir die Idee ein Kleid daraus zu machen. Ein lockeres Sweatkleid lässt sich im Frühling prima kombinieren, je nach Anlass sportlich oder schick.

Stoffauswahl

Farbkombinationen

Die Stoffauswahl dauerte einige Zeit. Im Original wird der Pulli im Stoffmix gezeigt. Man kann so wunderbar Samt / Pelz oder ähnliches in Szene setzen. Ich wollte unbedingt den Sweat in Navy von C.Pauli mit farblich passendem Bündchen verwenden. Letzten Endes habe ich mich glücklicherweise doch gegen Material- oder Farb- Experimente entschieden. Blau – Rosa – Grau, das passt zu mir und das lässt sich problemlos mit anderen Teilen aus meinem Schrank zu einem Outfit ergänzen.

Bündchen und Sweat sollen farblich exakt passen!

Für die Streifen habe ich einen Rest Sweat in der Farbe Rosenholz von Lebenskleidung (aktuell nur als Cord-Sweat Rosenholz verfügbar) und grauen Teddy-Sweat verarbeitet. Den Sweat von C.Pauli gibts in verschiedenen Farben im Shop. Das besondere daran sind die farblich passenden Bündchen. Ich bin schon lange auf der Suche nach farblich exakt zum Sweat passenden Bündchen. Oft trifft der zugehörige Bündchenstoff leider nicht genau die Farbe. Das liegt daran, das die andere Materialzusammensetzung auch eine leicht veränderte Farbe zur Folge hat. Der Elasthananteil im Bündchen führt zu einer minimalen Farbabweichung. Da bin ich dann schon sehr kritisch… C.Pauli hat es als erster Hersteller geschafft, meinem Anspruch gerecht zu werden. Wenn du also auch so ein kritisches Auge hast, dann kann ich dir diese Stoffe absolut empfehlen!

Schnittmuster

Größenwahl

Meine Maße liegen in der Maßtabelle meist zwischen den Größen, das kenne ich unabhängig vom Designer. Auch bei La Maison Victor ist das nicht anders. Mein Brustumfang liegt zwischen 38 und 40, mein Hüftumfang hingegen zwischen 36 und 38. Der Taillenumfang spregnt den Rahmen, hier liege ich bei Größe 44. Nach meinen bisherigen Erfahrungen habe ich mich für Größe 40 entschieden.

Im Nachhinein hätte ich auch direkt Größe 38 wählen können. Der Pulli fällt groß aus. Er ist gerade geschnitten und somit ist im Vergleich zu einem Kleidungsstück aus Webware nicht zu befürchten, dass er an der Taille zu eng wird. Da ich ihn zum Kleid verlängert habe, musste ich im Nachhinein Weite rausnehmen, damit es nicht unvorteilhaft fällt.

Anleitung

Ich nähe gerne Schnitte aus der La Maison Victor, weil ich sie im Gegensatz zu manch anderen Zeitschriften, als gut verständlich empfinde. Es gibt eine Modellzeichnung, exakte Angaben zu Material und Nahtzugabe sowie eine Zuschnittanleitung. Die Arbeitsschritte selbst werden mit Skizzen erklärt. Der schwierige Teil an diesem Schnittmuster ist das exakte Nähen verschiedenen Einsätze. Ich empfehle dir schon beim Zuschnitt aus eine sehr genaue Nahtzugabe zu achten und diese im besten Fall anzuzeichnen. Mein Tipp: An die Anleitung halten! Heftfäden sorgen dafür, dass die Spitzen exakt gearbeitet werden. Die verschiedenen Stoffarten unterscheiden sind oft auch in ihrer Elastizität. Da passiert es sonst schnell mal, dass ein Einsatz mehr gedehnt wird als der andere und Stoff übersteht. Dann sind auch die Spitzen der Einsätze nicht in einer Linie und man hat die doppelte Arbeit wenn man alles auftrennen muss. Woher ich das so genau weiß?? – Ich sag nur persönliche Erfahrung….

Anpassungen oder auch pattern hack

Ich habe das untere Vorder- und Rückenteil jeweils um ca. 30 cm gerade nach unten verlängert. Zu Beginn habe ich mich sehr verschätzt und anschließend nochmals einige Zentimeter abgeschnitten. Daher kann ich dir leider nicht mehr die exakten Maße angeben. Aber die weichen je nach Körpergröße ja auch sehr ab. Das Bündchen am Saumabschluss habe ich am Schluss zugeschnitten und nur sehr wenig gedehnt – ich wollte nicht, dass das Kleid ballonartig fällt.

Der Halsauschnitt wird normalerweise mit Beleg versäubert. Ich empfand ihn aber als viel zu weit. Deswegen habe ich mich nachträglich dazu entschieden ein Bündchen anzunähen. So passt der Look auch besser zum sportlichen Sweatkleid.

Outfit

Ich trage das Sweatkleid am liebsten sportlich. Das passt am besten zu mir und meinem Alltag. Die graue Strumpfhose ist schlicht, die Sneaker in Altrosa bilden dann farblich einen Rahmen. Mein Halstuch aus Musselin passt farblich ebenfalls super. Solche kleinen Details sind es, die für mich ein gelungenes Outfit ausmachen.

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