Endlich Papierschnittmuster – kein Kleben mehr!

Schnittmuster von Nanöo

Bereits seit dem letzten Herbst habe ich die Papierschnittmuster von Nanöo in meinem Shop. Der Stil der lieben Cristina hat mir direkt gut gefallen, als ich damals auf Instagram über ihr Profil gestolpert bin. Cristina entwirft für ihr Label Nanöo Schnittmuster die ganz zu ihrer Philosophie “weniger ist mehr” passen. Die Schnitte sind einfach zu nähen und die richtige Stoffwahl macht sie zu etwas Besonderem. Cristina hat – ebenso wie ich – ein Faible für die wunderschönen Stoffe von Atelier Brunette. So lag es für mich nicht fern, ihre Schnittmuster in mein Sortiment aufzunehmen. Alle Nanöo Schnittmuster sind liebevoll verpackt und enthalten neben dem Schnittbogen ein Anleitungsheft in vier Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch. Wer also sein Sprachwissen im Nähbereich erweitern möchte, ist hier genau richtig. 🙂 Die Papierschnitte von Nanöo gibt´s im Shop.

Lillan dress

Meine Wahl fiel auf das Lillan dress, auf Instagram gab es immer wieder wunderschönste Inspiration! Entgegen meines ersten Planes habe ich nicht zu einem Atelier Brunette Stoff gegriffen. Schon lange wollte ich einen der leichten Jeansstoffe vernähen. Und weil so ein Jeans-Kleid mit Taschen perfekt für den Sommer und auch für die Arbeit ist, war die Entscheidung schnell getroffen. Im Shop gibt es dünnen Jeansstoff aus 100% Baumwolle in verschiedenen Farben, du findest sie in der Kategorie Webware Baumwolle. Für mein Kleid habe ich diesen dünnen Jeansstoff in Dunkelblau verwendet.

Knöpfe auch bei Knopfloch-Phobie

Das Kleid hat eine Knopfleiste vorne die aber nur fürs Auge ist. Zum Anziehen muss man nichts aufknöpfen, geht auch garnicht. Die Anleitung sieht nämlich keine Knopflöcher vor, die Knöpfe werden einfach aufgenäht. Ich habe sogar die beiden Vorderteile zusammengenäht. Da die Knopfleiste nicht mittig sondern auf der Brust sitzt, fühle ich mich so auch bei Bewegung auf der sicheren Seite – so das nicht doch mal der BH hervorblitzt! Die Ankerknöpfe habe ich vor langer Zeit mal ohne Projekt  – ich glaube bei Alles-für-Selbermacher – bestellt. Ich konnte mich zuerst nicht entscheiden, ob ich überhaupt welche annähe und wenn ja ob ich dann nicht meinem Faible für ein buntes Knopfsortiment treu bleibe. Allerdings liegt die Knopfleiste ja schon alleine durch ihre Position im Augenmerk des Betrachters, da durfte es dann auch mal einfach nur so maritim werden!

Raffung auf der Hüfte oder auf der Taille?

Das für mich absolut Beste am Schnitt sind die Taschen. Beim Arbeiten im Krankenhaus brauche ich immer einen Platz für Schlüssel und Telefon, da fallen die meisten leichten Sommerklamotten leider raus. Die Raffung des Kleides sitzt auf Höhe der Hüfte. Anfangs konnte ich mich damit nicht so anfreunden, da ich sonst ja immer gerne meine Taille betone. Jetzt habe ich allerdings entdeckt, dass ich das Kleid auf zwei Arten tragen kann: Entweder auf der Hüfte oder aber auch einfach “hochgeschoppt” auf der Taille. Dann entsteht vom Oberteil ein kleiner “Überwurf”, den ich irgendwie mag. Auch wenn man sich sicher darüber streiten kann ob das die Taille jetzt positiv betont oder nicht. 😉 Bei einer weiteren Version des Lillan dress kann ich mir auch gut vorstellen, das Oberteil ein Stück zu kürzen so dass die Raffung automatisch auf Taillenhöhe sitzt.

Prinzessinnen-Büx von Hilli Hiltrud

Wenn es im Frühling noch nicht so heiß ist, darfs auch ein bisschen mehr am Bein sein. Vor langer Zeit habe ich eine Leggings nach einem Freebook genäht. Ich mag sie gerne, aber im Schritt hat sie ein paar unschöne Falten. Daher war ich auf der Suche nach einem anderen Schnittmuster und habe ich mich für die Prinzessinen-Büx der lieben Henrike aka Hilli Hiltrud entschieden.

Passform der Leggings

Die Maßtabelle im Schnittmuster hat mich erst einmal kurz stutzen lassen. Meine Maße lagen bunt verteilt über alle Größen! Wenn ich sage bunt verteilt, dann ist das die freundliche Form von “Oberschenkelweite Größe 46 hat mich abgeschreckt”, meine Unterschenkel landeten wieder bei Größe 38. Jetzt kommt das große Aber, warum ich euch den Schnitt trotzdem empfehlen kann! Die Größen sind ja doch nur Zahlen auf dem Papier, das wichtige ist die Passform die dabei raus kommt. Ich habe das Schnittmuster tatsächlich quasi selbst nachgezeichnet um meine Größenunterschiede auf einen Schnitt zu bekommen. Letzt endlich konnte ich im unteren Teil der Oberschenkel deutlich Weite wegnehmen. Dafür sitzt die Leggings oben an den Oberschenkeln und im Schritt perfekt – mit Größe 46! Vernäht habe ich  schwarzen Jersey, den es in verschiedenen Farben im Shop gibt. Ich finde ihn genau richtig von der Dehnbarkeit für meine Leggings.

Mehr Komfort und Selbstliebe

Ich kann euch also wärmstens ans Herz legen einfach mal über euren Schatten zu springen und den Maßen glauben zu schenken. Ohne gleich eine Wertung mit einzuschieben. Denn wen interessiert es, welche Größe ich trage. Dafür wird mir jeder Zustimmen, dass eine gut sitzende Leggings nicht nur super aussieht, sondern auch die Stimmung positiv beeinflusst. Denn wenn mich eins nervt, dann ist es das rumzupfen an der rutschenden/zwickenden Leggings!

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